Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Konradin

* 25.3.1252 Wolfstein/Landshut, † 29.10.1268 Neapel

Von: Dr. Wolfram Baer (Stand: 4.1.2012)

  • Der Sohn Konrads IV., des letzten deutschen Stauferkönigs, kam seit 1262 mehrmals nach Augsburg, deren Bürgergemeinde er zusammen mit seinem Onkel und Vormund Herzog Ludwig II. von Bayern einen Schutzbrief ausstellte. Als nach dem Tod Konrads IV. († 1254) Bischof Hartmann die Vogtei des Hochstifts, seit 1167 erbliches Lehen der Staufer, wieder an sich ziehen wollte, machte Konradin 1266 erbrechtliche Ansprüche darauf geltend, die ihm der Bischof für seine Person und seine leiblichen Erben auch zugestand. Kurz vor seinem Italienzug 1268 verpfändete Konradin die Vogtei an Herzog Ludwig von Bayern. Bischof Hartmann konnte zwar verhindern, dass die Vogtei nach der Hinrichtung Konradins auf dem Marktplatz von Neapel an Bayern fiel, musste aber hinnehmen, dass König Rudolf I. sie an sich zog.

Wolfram Baer, Der Weg zur königlichen Bürgerstadt 1156-1276, in: Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart, 21985, 137 f.; Hans Uwe Ullrich, Konradin von Hohenstaufen, 2004.



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