Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Köpfhaus

(Philippine-Welser-Straße 28)

Von: Prof. Dr. Wolfgang Wüst / Günther Grünsteudel (Stand: 12.12.2011)

  • 1578 baute Johannes Holl mehrere spätmittelalterliche Häuser zu einem einheitlichen Gebäudekomplex aus, der Melchior Hainhofer als Stadtpalais diente. Das heutige Aussehen (dreigeschossiges Eckhaus, repräsentative Fassaden mit hohen Volutengiebeln nach Norden und Westen) geht auf einen Umbau durch den Architekten Johann Andreas Schneidmann 1738/39 zurück. Bei dieser Gelegenheit ließ der damalige Besitzer, Christian Georg von Köpf, von Gottfried Bernhard Götz im neu gestalteten Treppenhaus ein Fresko anbringen (’Allegorie auf das Glück des Handels und Gewerbes’; 1986 restauriert). Nach dem Konkurs des Bankhauses Köpf kam das Köpfhaus in den Besitz der Familie von Stetten, die es 1913 an die Industrie- und Handelskammer verkaufte; ab 1974 im Besitz der Firma Siller & Laar, von der es 1982 der Kaufhauskonzern Karstadt erwarb. Ende 2007 wurde es an einen Privatmann verkauft, der es an verschiedene Parteien vermietete. Eines der wichtigsten Zeugnisse Augsburger Bürgerhauskultur.

Jürgen Bartel, Schönes altes Augsburg, 1982, 99 f.; Ingrid Bátori, Die Reichsstadt Augsburg im 18. Jahrhundert, 1969, 86 f.; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 360 f.; Eduard Isphording, Gottfried Bernhard Göz, 1997, 29 f.

Köpfhaus (rechts)



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