Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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König

Johann, * 21.10.1586 Nürnberg, † 4.3.1642 ebenda, Maler, Miniaturist, Zeichner

Von: Dr. Gode Krämer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Lehre in Augsburg (eventuell bei Johann Rottenhammer). 1610-1613 in Rom, davor ein Jahr in Venedig, wo er u. a. Veronese kopierte. In Rom hat er wohl noch den im Dezember 1610 gestorbenen Adam Elsheimer getroffen, von dessen Werk er stark beeinflusst wurde. 1614 Heirat und Malergerechtigkeit in Augsburg. 1622 Vorgeher der Malerzunft, 1623 Mitglied des Großen Rats. Nach dem Restitutionsedikt aus konfessionellen Gründen wohl um 1631/32 Rückkehr nach Nürnberg. Bekannt als Maler kleinformatiger Bilder auf Kupfer und farbenreicher Miniaturen; auch Kunstkammerstücke auf Marmor etc. Philipp Hainhofer schätzte ihn sehr und vermittelte ihm immer wieder Stammbuchblätter und andere Aufträge. Bei der Ausstattung des Augsburger Rathauses wurden bei ihm die drei monumentalen Bilder des südwestlichen Fürstenzimmers und der Gerichtsstube in Auftrag gegeben. 20 Bilder und fünf Zeichnungen in den Kunstsammlungen Augsburg.
  • Hans-König-Straße (Wolfram- und Herrenbachviertel, Amtlicher Stadtplan L 9).

Agnes Czobor, Zwei unbekannte Bilder des Johann König, in: Pantheon 1960, 25 f.; Peter Strieder, Zur Vita des Johann König, in: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1966, 88 f.; Augsburger Barock, 1968, 123 f., 215 f.; Deutsche Barockgalerie. Katalog der Gemälde, 21984, 154; Meisterzeichnungen des deutschen Barock, 1987, 76-81; Neue deutsche Biographie 12, 1980, 340 f.; Elias Holl und das Augsburger Rathaus, 1985, 219-229; Gode Krämer, Ein neu aufgefundenes Hauptwerk von Johann König, in: Pinxit, sculpsit, fecit. Festschrift für Bruno Bushart, 1994, 130-137.



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