Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Klocker

(Campanarius, Campanator), Patrizierfamilie

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1248-1368 in Augsburg nachweisbar. Im 13. Jahrhundert nur sporadisch belegt. Nach einem ’Cunradus Campanarius’, der 1248 in einer Zeugenreihe zwischen zwei Patriziern steht, wird 1284 ein ’Chunradus Campanator’ als Zeuge bei einem Kauf des Klosters Maria Stern genannt. Er dürfte identisch sein mit dem 1298 als Kaufmann in Tirol bezeugten ’Ch. Klocker’. Wohl sein Sohn ist Konrad (III, † 1346/51), der 1317 als Kaufmann genannt wird. Später erscheint er als Haupt einer Handelsgesellschaft (1334), an der auch Schwiegersöhne beteiligt waren. Erwähnungen als städtischer Gesandter in Wien (1328) und als Geleitsunterhändler bei den Grafen von Württemberg (1329) sind vielleicht Hinweis auf die Ziele seines Handels. Seit 1319 im Rat fassbar, amtierte er 1331 und 1337 als Stadtpfleger. Auch für ihn sind Beziehungen zu Maria Stern belegt. 1346 schenkt er dem Kloster ein Gut zu Gersthofen. Seine Nachkommen lassen sich in den Steuerbü­chern bis 1368 sicher nachweisen. Da sie nicht mehr im Rat auftauchen, ist es zweifelhaft, ob sie nach Einführung der Zunftverfassung (Zunfterhebung) noch zu den ’Herren’ zählten.

Richard Hoffmann, Die Augsburger Baumeisterrechnungen 1320-1331, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 5 (1878), 133, 157; Franz Bastian, Oberdeutsche Kaufleute in den älteren Tiroler Raitbüchern 1288-1370, 1931; Fritz Peter Geffcken, Soziale Schichtung in Augsburg 1396-1521, 1995, München Diss. 1983, Anh. 225-228.



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