Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Klemens Wenzeslaus

Herzog von Sachsen, * 28.9.1739 Schloss Hubertusburg (Sachsen), † 27.7.1812 Marktoberdorf, Fürstbischof von Augsburg 1768-1812

Von: Prof. Dr. Peter Rummel (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Sohn von Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen, König von Polen, und Enkel Kaiser Josephs I. Nach Militärlaufbahn Übertritt in den geistlichen Stand. 1763 Bischof von Freising und Regensburg (Weihe 1766, Resignation 1768). Am 29.4.1764 Priesterweihe durch den Augsburger Fürstbischof Joseph Ignaz Philipp, als dessen Koadjutor mit Nachfolgerecht er am 5.11.1764 in Augsburg bestellt wurde. Am 10.2.1768 Wahl zum Erzbischof und Kurfürsten von Trier, am 20.8.1768 zugleich Übernahme von Bistum und Hochstift Augsburg. Bis 1794 blieb Koblenz seine Hauptresidenz, später residierte er in Augsburg und Marktoberdorf. Leitete z. T. unter dem Einfluss seines Beraters und zeitweiligen Generalvikars F. H. Beck eine Epoche aufgeklärter Kultur- und Wirtschaftspolitik ein; nach 1789 Kehrtwendung, blockte in der Folge weitere kirchliche Reformen ab. Einen Höhepunkt seiner Amtszeit bildete der Besuch Papst Pius’ VI. 1782 in Augsburg.

Neue deutsche Biographie 3, 1957, 282 f.; Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben 2, 1953, 302-325; Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder 1785/1803 bis 1945, 1983, 388-391; Peter Rummel, Die Augsburger Bischöfe, Weihbischöfe und Generalvikare vom 17. Jahrhundert bis zum 2. Vatikanischen Konzil, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 24 (1990) 43-46; Theodor Rolle, Fürstbischof Clemens Wenzeslaus und Kurfürst Max IV. / König Max Joseph I. von Bayern, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 25 (1991), 109-142; Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon 4, 1992, 31-34; Lexikon für Theologie und Kirche 2, 31994, 1229.



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