Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Kleingartenanlagen

Von: Dr. Heinz Münzenrieder (Stand: 15.10.2009)

  • Nachdem die Zeit der großen Gärten wohlhabender Augsburger Familien zu Ende gegangen war, bildete sich als Reaktion auf Industrialisierung und Verstädterung ein verstärktes Interesse an Kleingärten aus. Noch 1910 gab es keine Mietgärten in Augsburg. Erst mit der Eingemeindung Pfersees im Jahr 1911 kam die Stadt in den Besitz solcher Gärten. 1914 beschloss dann der Magistrat die Anlage von Mietgärten. 1918 existierten schon 1556 vermietete Kleingärten. Unter dem Druck der Inflation (Nahrungsmittelanbau) stieg deren Zahl bis 1924 auf 3611. Die Gärten wurden anfangs von der Stadt verwaltet. Ab 1920 fungierte der 1915 gegründete ’Gartenbauverein Augsburg e.V.’, der 1955 in ’Stadtverband Augsburg der Kleingärtner e.V.’ umbenannt wurde, als Gesamtpächter. Der heute neben Vereinen wie dem der Eisenbahner und der Obst- und Bienenzüchter größte Kleingärtnerverband Augsburgs unterhält derzeit 52 Anlagen mit einer Gesamtfläche von 120 ha und 3647 Gärten. Dazu kommen Kleingartenanlagen in den 1972 eingemeindeten Stadtteilen Göggingen und Haunstetten, die nicht dem Stadtverband angeschlossen sind.

Augsburger Rundschau 5 (1926), 48; Stadt Augsburg, Kleingartenentwicklungsplan 2005-2020, 2005; Homepage (www.augsburger-kleingarten.de).



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