Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Kleindinst

Josef Ferdinand, * 20.10.1881 Mering, † 8.9.1962 Augsburg, Jurist, Politiker

Von: Dr. Wolfram Baer (Stand: 25.08.2010)

  • Sohn eines Apothekers. Humanistisches Gymnasium in München, anschließend Studium der Rechts- und Staatswissenschaft und der Neueren Geschichte an der Universität München. 1910 Promotion (Dr. iur.). 1913 Magistratssekretär, 1914 Ratsadjunkt, 1919 Rechtsrat bei der Stadt Augsburg. Zunächst Sozial- und Wirtschaftsreferent, ab 1933 Referent für Kunst und Wissenschaft, ohne der NSDAP beizutreten. Während des Zweiten Weltkriegs gelang ihm die Sicherung des städtischen und eines großen Teils des privaten Kulturbesitzes. Im Juli 1945 von der Militärregierung nach Meinungsverschiedenheiten vom Dienst suspendiert. Seit 1946 bei der Regierung von Schwaben. Gründungsmitglied der CSU. 1948 Mitglied des Landtags und Mitglied des Parlamentarischen Rats. 1949-1957 Mitglied des Bundestags und Vorsitzender des Ausschusses für Beamtenrecht. Verdienste um Wiederherstellung und Fortentwicklung des Berufsbeamtentums. Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern, Bayerischer Verdienstorden. Ein Teil seines Nachlasses befindet sich im Stadtarchiv Augsburg.

Bernhard Höpfl, Katholische Laien im nationalsozialistischen Bayern, 1997, 110.

Josef Ferdinand Kleindienst



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