Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Klaucke

Johann Gottlieb, * 1719 Küstrin (Pommern), † 1.8.1805 Augsburg, Fabrikant, Silberjuwelier, Stifter

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 17.11.2011)

  • Der Bäckerssohn arbeitete seit 1746 für den Augsburger Silberhändler Philipp Adam Benz († 1749). Nach dessen Tod heiratete er dessen Witwe († 1761) und übernahm die Geschäftsführung der Silberhandlung. Seit 1769 war er Alleininhaber, nachdem seine Stiefkinder ihre Geschäftsanteile zurückgezogen hatten. Ab 1772 war er auch Mitbesitzer der Unteren Bleiche (Bleicher). Setzte mit Testament vom 17.7.1801 neben seiner zweiten Ehefrau Juliane, geb. von Welser, das evangelische Armenkinderhaus zum Erben seines Vermögens von mehr als 400.000 Gulden ein. Außerdem vermachte er dem evangelischen Waisenhaus 30.000 Gulden, der neuen Armenanstalt 15.000, der evangelischen Scholarchatskasse, die 1808 in den Protestantischen Studienfonds einging, 30.000 und dem Anna-Kolleg 60.000 Gulden. Die beiden letztgenannten Stiftungen dienten dazu, die Besoldung der Lehrer am Gymnasium bei St. Anna und die der evangelischen Geistlichen in Augsburg zu verbessern; hinzu kamen einige weitere kleinere Stiftungen.
  • Klauckestraße (Bleich und Pfärrle, Amtlicher Stadtplan K 8).

Anton Werner, Die örtlichen Stiftungen für die Zwecke des Unterrichts und der Wohltätigkeit in der Stadt Augsburg, 1899, 64-69, 85, 93, 215 f., 222; Wolfgang Zorn, Handels- und Industriegeschichte Bayerisch-Schwabens 1648-1870, 1961; Claus-Peter Clasen, Textilherstellung in Augsburg in der Frühen Neuzeit, 1995, 104; Hermann Böving, Historie des evangelischen Armenhauses, des evangelischen Armenkinderhauses, des Klauckehauses und der J. G. Klaucke'schen Stiftung in Augsburg, 2005.

Johann Gottlieb Klaucke



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