Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Huttler

Max, * 12.5.1823 München, † 1.12.1887 Augsburg, katholischer Publizist, Politiker

Von: Dr. Paul Hoser (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Der Arztsohn trat 1842 in den Benediktinerorden ein (Priesterweihe 1845). 1850 Promotion in Freiburg/Breisgau Anschließend Dozent der Philosophie am Lyzeum bei St. Stephan in Augsburg. 1855 Austritt aus dem Konvent mit päpstlichem Dispens, um in der Redaktion der Augsburger Postzeitung zu arbeiten. Erwarb 1857 die Rechte am Augsburger Stadt- und Landboten, den er zur Neuen Augsburger Zeitung umgestaltete, 1858 die Rechte an der Postzeitung und 1872 schließlich am Bayerischen Kurier in München. Sein Literarisches Institut Dr. Max Huttler war außer im Zeitungsverlagsgeschäft auch in der Herausgabe belehrenden und schöngeistigen Schrifttums bei besonderer Förderung des Kunstbuchdrucks tätig. Als Politiker führender Kopf der Patriotenpartei in Schwaben, gehörte 1869-1875 dem bayerischen Landtag an. Trat 1870 in Fraktion und Presse für den Kriegseintritt Bayerns gegen Frankreich, 1871 auch für die Annahme der Versailler Bündnisverträge mit Preußen ein. Unterstützte im Kulturkampf die Linie Bischof Dinkels, etwa in der Altkatholiken-Frage.

Augsburger Postzeitung, 5.12.1887 (Nachruf); Paul Hoser, Max Huttler als Zeitungs- und Buchverleger, in: Augsburger Buchdruck und Verlagswesen, 1997, 1019-1032.



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