Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Huber

Johann Joseph Anton, * 22.6.1737 Augsburg, † 26.10.1815 Augsburg, Freskant, Maler, Radierer

Von: Dr. Gode Krämer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Lernte bei Johann Georg Bergmüller und Gottfried Bernhard Götz. 1756, 19-jährig, Heirat und Meisterrecht in Augsburg. Nachdem er 1783 auf eigene Kosten den Saal der Reichsstädtischen Kunstakademie in der Stadtmetzg ausgemalt hatte, wurde er 1784 Nachfolger Matthäus Günthers als katholischer Direktor der Akademie. Mit Huber klingt die lange Reihe von Augsburger Freskanten des Rokoko aus. Während seine früheren Werke, z. B. die Deckenfresken der Abteikirche Oberschönenfeld (1769) und der katholischen Friedhofskirche St. Michael (1771/72, größtes Werk in Augsburg, 1944 zerstört), noch ganz in der dynamischen Rokokotradition stehen, sind die späten Fresken, z. B. das Deckenfresko von St. Margareth (1803), von klassizistischer Einansichtigkeit bestimmt (zwei Entwürfe in den Kunstsammlungen). Beispielhaft für den gewandelten Geschmack, dem sich Huber anschloss, ist, dass er in seinem Vorhang für das alte Stadttheater (1800) thematisch das Titelkupfer zu Christoph Martin Wielands ’Die Grazien’ aufnahm (Kopie danach Kunstsammlungen, Inv. Nr. 8192). Fresken und Altarblätter in Württemberg, Bayerisch-Schwaben und Oberbayern. Freskenbruchstücke, acht Bilder und zwei Zeichnungen in den Kunstsammlungen.

Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler 28, 1934, 14 f.; Deutsche Barockgalerie. Katalog der Gemälde, 21984, 132 f.; Peter Sprandel, Ölbilder und Graphik des letzten Augsburger Akademiedirektors Johann Joseph Anton Huber, Diss. München 1985; Meisterzeichnungen des deutschen Barock, 1987, 302-305; Bruno Bushart, Fresken von Joseph Mages und Johann Joseph Anton Huber in der Klosterkirche von Oberschönenfeld, in: Kloster Oberschönenfeld, 1995, 73-84; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994.



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