Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Hopf

Hans, * 2.8.1916 Nürnberg, † 25.6. 1993 München, Heldentenor

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 24.8.2009)

  • Gesangsausbildung in München. Debüt 1938 am Bayerischen Landestheater in ‚Madame Butterly’. Seit 1939 lyrischer Tenor an den Städtischen Bühnen Augsburg und ab 1942 an der Dresdner Staatsoper. Während dieser Zeit auch am Deutschen Theater in Oslo. Sang seit 1946 Partien des lyrischen und italienischen Fachs an der Berliner Staatsoper und wurde 1949 an die Bayerische Staatsoper verpflichtet, wo er bis zum Ende seiner Karriere blieb (Bayerischer Kammersänger). Seit 1950 gehörte er gleichzeitig zum Ensemble der Deutschen Oper am Rhein. 1951 Debüt bei den Bayreuther Festspielen, 1952 an der Metropolitan Opera und 1954 bei den Salzburger Festspielen. Nachdem er seit Anfang der 1950er schon die Partien des jugendlichen Wagnerfachs und die Tenorpartien von Richard Strauss gesungen hatte, wandte er sich gegen Ende der Dekade auch dem schweren Heldenfach zu. Gastspiele vor allem als Wagnertenor an allen wichtigen Bühnen der Welt. Trat am 17.5.1981 in einer konzertanten Aufführung von ’Peer Gynt’ zum 80. Geburtstag von Werner Egk nochmals in Augsburg auf. 1988 feierte er an der Bayerischen Staatsoper in ’Feuersnot’ (Richard Strauss) sein 50jähriges Bühnenjubiläum. Ausgestattet mit baritonaler Tiefe und strahlender Höhe sowie einem anscheinend mühelosen Durchhaltevermögen galt Hopf als einer der letzten echten Vertreter der Stimmfachs Heldentenor.

Karl Josef Kutsch / Leo Riemens, Großes Sängerlexikon, 1987, 1342 f., Ergänzungsband, 1991, 1441 f.; Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil 9, 22003, 332 f.



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