Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Holzer

Johann Evangelist, * 24.12.1709 Burgeis (Südtirol), † 21.7.1740 Clemenswerth, Freskant, Maler, Zeichner

Von: Dr. Gode Krämer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Erste Ausbildung bei Nikolaus Auer in St. Martin (Passeiertal). 1728-1730 Geselle bei Joseph Anton Merz in Straubing. Danach bis 1736 in Augsburg bei Johann Georg Rothbletz und Johann Georg Bergmüller. 1736-1738 beim Verleger Johann Andreas Pfeffel. 1737 fürstbischöflicher Eichstätter Hofmaler. Nach Eingabe vom Februar 1738 seit Januar 1740 Beisitz in Augsburg; danach Eingabe um das Bürgerrecht. Reise nach Bonn und Münster. Starb im Begriff, das kurkölnische Jagdschloss Clemenswerth auszumalen. Holzers Hauptwerke sind zerstört oder vergangen: Die Fresken und Altarbilder der Benediktinerabteikirche Münsterschwarzach (1738/39) wurden 1821/27 beim Abbruch der Abtei zerstört (Ölskizzen in den Kunstsammlungen Augsburg, Inv. Nr. 3691, 11.505, 6170). Die berühmten Fassadenmalereien in Augsburg, die selbst bei den Klassizisten Bewunderung hervorriefen, z. B. am Gasthof Bauerntanz (um 1738), am Haus des Verlegers Pfeffel (1738, Kopie und Entwurf in den Kunstsammlungen) sind vergangen. Erhalten ist die geniale Ausmalung der Wallfahrtskirche St. Anton in Partenkirchen (1736) und, stark ergänzt und übermalt, die Decke im Festsaal der bischöflichen Sommerresidenz Eichstätt (1737). Ein Altarblatt, vier Ölskizzen, zwei Porträts (Maria Magdalena und Christian Georg von Köpf) und neun Zeichnungen in den Kunstsammlungen Augsburg.
  • Johannes-Holzer-Straße (1962, Pfersee-Süd, Amtlicher Stadtplan H 9).

Margarete Baur-Heinhold, Süddeutsche Fassadenmalerei vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1952, 66 ff.; Ernst Wolfgang Mick, Johann Evangelist Holzer, 1984; Deutsche Barockgalerie. Katalog der Gemälde, 21984, 125; Meisterzeichnungen des deutschen Barock, 1987, 296-301; Johann Evangelist Holzer, 1990; Doris Hascher, Fassadenmalerei in Augsburg vom 16.-18. Jahrhundert, 1996.



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