Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Hofgarten

(Fronhof)

Von: Prof. Dr. Günther G. Bauer / Redaktion (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Ehemals zur Bischöflichen Residenz gehörende Gartenanlage auf dem Fronhof, 1739/40, gemessen an barocken Standards, in relativ bescheidenen Dimensionen angelegt, 1878 und 1889 erneuert und 1964/65 umgestaltet. Aufgrund der Quellenlage kommt Johann Caspar Bagnato entgegen der Literatur als Architekt wohl nicht in Betracht. Die Pfeiler und Pfeilerfiguren (1744/45) stammen von dem Augsburger Steinmetz Johann Wolfgang Schindel. Das Ensemble der fünf steinernen Barockzwerge (um 1720) war ursprünglich zweifellos personenreicher und zuletzt (bis 1963) im Stadtgarten aufgestellt. Es dürfte sich bei den Groteskfiguren wie in anderen Zwergengärten (z. B. Salzburg mit 2 mal 12 plus 4) um 12 oder mehr Figuren gehandelt haben (eine Zwergin steht jetzt z. B. in Florida). Der unbekannte Bildhauer benützte als graphische Vorlage die bekannten Zwergenstiche des nach 1710 bei Martin Engelbrecht erschienenen ’Callotto resuscitato, oder Neu eingerichtes Zwerchen Cabinet’ (Staats- und Stadtbibliothek Augsburg, Rar. 37).

Neueingerichtetes Zwergenkabinett, ND 1981; Günther G. Bauer, Salzburger Barockzwerge, 1989; Ders. / Heinz Verfondern, Barocke Zwergenkarikaturen von Callot bis Chodowiecki, 1991; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 172 f.

Hofgarten



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