Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Hochzoll

(Stadtbezirke 24 und 31)

Von: Dr. Günter Hägele (Stand: 27.7.2009)

  • Im Zuge der Kultivierung der Friedberger Au zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstand um den befestigten, wohl schon in römischer Zeit benutzten Lechübergang eine bäuerliche Siedlung, z. T. mit Kolonisten aus dem Ries. Hochzoll gehörte seit dem Mittelalter stets zu Bayern, das neben dem Bischof von Augsburg hier das Brückenzollregal (’Hoher Zoll’) besaß. 1818 wurde die Siedlung zur selbstständigen Landgemeinde ’Friedbergerau’ erhoben und 1903 in Hochzoll umbenannt. 1842 Anschluss  an das Bahnnetz (Haltestelle Stierhof) beim Bau der Linie Augsburg-München; mit dem Bau der Bahnlinie Augsburg-Ingolstadt entstand 1873/74 der heutige Bahnhof Augsburg-Hochzoll Die Landgemeinde, die 1910 1708 Einwohner zählte, wurde am 1.1.1913 nach Augsburg eingemeindet, was eine stark verbesserte Infrastruktur nach sich zog, z. B. 1934 Verlängerung Straßenbahnlinie 6 bis nach Hochzoll (1960 durch Busse ersetzt; Straßenbahn), ab 1928/34 Versorgung mit Stadtgas und Elektrizität. Zu bedeutenden Industrieansiedlungen kam es jedoch nicht, und noch bis in die 1960er Jahre gab es in Hochzoll zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe. Durch die Ansiedlung Heimatvertriebener und durch die Eigenheimbewegung kam es nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer starken Bevölkerungszunahme (1962: 12.573 Einwohner) mit Kirchen- und Schulhausneubauten in Hochzoll-Süd. Wegen der Nähe zu den Erholungsgebieten Kuhsee und Siebentischwald gehören die Stadtbezirke 24 (Hochzoll-Nord) und 31 (Hochzoll-Süd) heute zu den bevorzugten Wohngebieten Augsburgs. Am 1.1.2006 zählten die beiden 506,51 ha großen Bezirke zusammen 20.503 Einwohner.
  • Hochzoller Straße (1913, Hochzoll-Nord, Amtlicher Stadtplan N 10).

Lechhausen-Hochzoller Jubiläumsausgabe, in: Augsburger Allgemeine, 23.2.1983 (Beil.); Hochzoll, 1985.



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