Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Hindenburg-Kaserne

(Ehemalige Artillerie-Kaserne, Gögginger Straße 43)

Von: Günther Grünsteudel / Karl Wahl (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Ehemals große Dreiflügelanlage in Blankziegelbauweise, errichtet 1868/74 für das 1859 gegründete und 1873 nach seinem Oberstinhaber, König Ludwig II., benannte k. b. 4. Feldartillerie-Regiment ’König’, das bis 1919 in Augsburg stationiert war (Garnison). Die Benennung Hindenburg-Kaserne stammt aus den 1930er Jahren. Nach 1945 Flüchtlings- und Ausländerunterkunft, beherbergte später staatliche und städtische Behörden, Gewerbebetriebe und 1960-1969 auch Bundeswehrdienststellen. Seit den 1980er Jahren Asylbewerberheim. Nach Abbruch der Straßenfront und des Südflügels 1988 zugunsten des Neubaus des Polizeipräsidiums Schwaben blieb nur der Nordtrakt an der Calmbergstraße erhalten. Das 1887 nach einem Entwurf von Friedrich von Thiersch (ehemaliger Reserveoffizier des Regiments) geschaffene Ehrenmal für die Gefallenen von 1866 und 1870/71 (bronzene Kanonenrohr-Säule auf Sandsteinsockel) wurde 1927 in das im Auftrag des Verbands der ehemaligen Königs-Artilleristen von Thomas Wechs und Fritz Beck gestaltete Regimentsdenkmal integriert und 1989 auf das Gelände der Prinz-Karl-Kaserne versetzt. Auf dem einstigen Kasernenareal an der Schertlinstraße wurde u. a. 1967 der Neubau des Gymnasiums bei St. Anna errichtet.

Beschreibung der Garnison Augsburg vom Standpunkt der Gesundheitspflege, 1900; Das kgl. bayerische 4. Feldartillerie-Regiment ’König’, 1937; Augsburger Allgemeine, 10.8.1989; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 200 f., 396.



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