Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Heymann

Clementine (Clemy, geb. Dann), * 24.6.1866 Frankfurt/Main, † 16.2.1938 Augsburg, Vorsitzende des Jüdischen Frauenvereins

Von: Edith Findel (Stand: 26.1.2012)

  • Entstammte einer alteingesessenen jüdischen Familie aus Frankfurt. 1889 heiratete sie den Unternehmer Sigmund Heymann (* 1848, † 1905) und ging mit ihm nach Augsburg, wo er einen Großhandel für Schneiderartikel, später für Futterstoffe betrieb (Mittlerer Graben 28). 1897 trat ihr Bruder Albert Dann als Teilhaber in die Firma ihres Mannes ein, die er nach dessen Tod übernahm und erweiterte. Clementine Heymann widmete sich von da an verstärkt sozialen Aufgaben. Auf ihre Initiative gehen u. a die ’Brockensammlung’ (Gebrauchte Gegenstände wurden instandgesetzt und an Arme verteilt) und die ’Hauspflege’ (Unterstützung von Familien bei Erkrankung der Mutter) zurück; der ebenfalls von ihr initiierte ’Nähsaal’ stellte im Ersten Weltkrieg Wäsche, Socken und Militärkleidung her. Außerdem gründete sie den Jüdischen Frauenvereins, dessen Vorsitzende sie viele Jahre war.

Gernot Römer, Schwäbische Juden, 1990, 200-202; Vier Schwestern, 1998; Augsburger Frauenlexikon, 2006, 75.



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