Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Herkulesbrunnen

(Maximilianstraße)

Von: Ulrich Kirstein (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1596-1600 von Adrian de Vries modelliert und von Wolfgang Neidhart gegossen, Fundament von Jakob Eschey. Wurde nach seiner Inbetriebname (1602), wie auf Bronzetafeln vermerkt, mehrfach restauriert. Der am Weinmarkt gelegene Herkulesbrunnen wurde bis 1809 von der Fassade des Siegelhauses hinterfangen. Auf kräftigem Mittelpfeiler aus weißem Salzburger Marmor steht die mächtige Bronzefigurengruppe des Herkules im Kampf mit der siebenköpfigen Hydra. Am Pfeiler Reliefs mit Szenen aus der Stadtgeschichte (Gründung, Begegnung der Göttinnen Roma und Augusta, Triumphzug der Augusta), Löwenmasken, Tritonenbüsten sowie mit Gänsen kämpfende Knaben. Lebensgroße Najaden kauern in anmutigen Stellungen über Venusmuscheln auf dem Sockelgesims. Das komplizierte, von Markus Welser entworfene Programm des Herkulesbrunnens soll die Bezwingung der Wasserkräfte durch die Technik des Menschen, ein wesentliches Element für den Wohlstand in Augsburg, versinnbildlichen.

Lars-Olof Larsson, Adrian de Vries, 1967; Helmut Friedel, Bronzebildmonumente in Augsburg 1589-1606, 1974, 72-87; Bruno Bushart, Die Augsburger Brunnen und Denkmäler, in: Welt im Umbruch 3, 1981, 82-94; P. Hirschfeld, Najaden oder Weibsbilder?, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte 43 (1980), 54-64; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 322-324.

Herkulesbrunnen (Foto: Angelika Prem)



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