Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Heilig-Geist-Spitalpfarrei

Von: Peter Lengle (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Seit der Gründung des Heilig-Geist-Spitals (1239/ 45) wurden die Kranken auch geistlich betreut. Bei der in der päpstlichen Bestätigungsurkunde erwähnten Pfarrei handelte es sich um eine sog. Personalpfarrei, die auf die Spitalinsassen beschränkt blieb. Beim Abbruch der Vorstadt Wagenhals vor dem Roten Tor wurde das Spital neben das Kloster St. Margareth in die Pfarrei St. Ulrich und Afra verlegt. 1540 wurde St. Margareth dem Spital einverleibt; die Klosterkirche diente fortan als katholische Spitalkirche, während die Kapelle im Spitalgebäude den Protestanten vorbehalten war. Die Kapelle in Elias Holls Neubau des Heilig-Geist-Spitals (1623/31) war ab 1648 endgültig protestantisch. Seit 1809 gehört die Heilig-Geist-Spitalkirche zum Sprengel von evangelisch St. Ulrich.

Franz Eugen von Seida und Landensberg, Historisch-statistische Beschreibung aller Kirchen-, Schul-, Erziehungs- und Wohlthätigkeitsanstalten in Augsburg, 1812, 392-396; L. Hörmann, Zur Geschichte des Heilig-Geist-Spitals in Augsburg, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 6 (1879), 145-176; Wilhelm Liebhart, Die Reichsabtei St. Ulrich und Afra, 1982, 249; Peter Rummel, Katholisches Leben in der Reichsstadt Augsburg (1650 - 1806), in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 18 (1984), 61; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 421-423.

Heilig-Geist-Spitalkirche



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