Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Heel

Juristen- und Patrizierfamilie

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1532- 1597 in Augsburg nachweisbar; 1532 Herrenstube; 1538 Aufnahme ins Patriziat. 1532 erwarb der Jurist Dr. Konrad (II) Heel durch Heirat mit Felizitas Lauginger (II) Bürgerrecht und Stubenfähigkeit. Er stammte offensichtlich aus Kaufbeuren, als Vater ist wohl der Jurist Konrad (I) Heel anzusprechen. Die Mutter dürfte eine Tochter Konrad Rehlingers d. Ä. († 1518) gewesen sein: 1521 versteuerte Georg Hoermann von Kaufbeuren das großväterliche Erbe ’der Heulin kinder’ nach. Anfänglich am Reichskammergericht für den Bischof von Eichstädt tätig, trat der Lutheraner Heel 1531 als Advokat in die Dienste der Stadt. Stand Bürgermeister Wolfgang Rehlinger nahe und wurde von diesem besonders mit außenpolitischen Missionen betraut. Der nicht sehr beliebte Heel wurde verdächtigt, sich massiv bereichert zu haben. In zeittypischer Übertreibung berichtet z. B. der Fortsetzer Wilhelm Rehms, Heel sei mit kaum 500 fl aus der Fremde hergekommen und hätte in wenigen Jahren ein Vermö­gen von 100.000 fl zusammengebracht. Mit seinem Sohn Karl Konrad († 1597), der als Patrizier im Gericht saß, ist die Familie wieder aus dem Patriziat ausgeschieden.

Stetten, Geschlechter, 244 f.; Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert 34, 414; Friedrich Roth, Augsburgs Reformationsgeschichte 2, 1904, 6; Eduard Zimmermann, Augsburger Zeichen und Wappen, 1970, 5838; Katharina Sieh-Burens, Oligarchie, Konfession und Politik im 16. Jahrhundert, 1986, 146; Augsburger Eliten des 16. Jahrhunderts, 1996, 243, 453.



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