Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Haus St. Ambrosius

(Hohenleitnerhaus; Hoher Weg 30)

Von: Günther Grünsteudel / Dr. Tilman Falk (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Das 1496 errichtete Domherrenhaus, Mitte des 16. Jahrhunderts zeitweise von Sebastian Schertlin bewohnt, wurde um 1750/60 im Rokokostil umgebaut. 1810 Übergang in weltlichen Besitz; nach häufigen Besitzerwechseln 1910 von Ludwig Hohenleitner erworben. 1944 bis auf die Fassadenmauern zerstört. Im Juni 1983 Erwerb der Ruine durch die Diözese Augsburg. 1985/86 Wiederaufbau mit vereinfachter Rekonstruktion der Rokokofassade. 1986 Weihe des Hauses durch Bischof Stimpfle; seither Heimstätte der Augsburger Domsingknaben (drei Probensäle, elf Musikzimmer, Tagesheim für 300 Sänger etc.; insgesamt 2200 qm Nutzfläche). Der unverändert erhaltene, außen sechseckige Gartenpavillon (1987/88 restauriert) an der nördlichen Gartenmauer enthält ein annä­hernd ovales, farbfrisches Deckenfresko von Matthäus Günther (Flora und Kybele, ca. 1755/60).

Thea Lethmair, Ein Haus glorreich ersungen, in: Unser Bayern 35 (1986), 98 f.; Bernt von Hagen, Augusta und Flora, in: Pantheon 43 (1985), 82-89; Matthäus Günther, 1988, 75, 244 f.; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 248-250.



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