Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Gutzkow

Karl (Ferdinand), * 17.3.1811 Berlin, † 16.12.1878 Sachsenhausen bei Frankfurt/Main, Dramatiker, Erzähler, Publizist

Von: Ralf Witzler / Redaktion (Stand: 21.11.2011)

  • Lehnte Anfang der 1830er Jahre eine ihm von Cotta angebotene Stelle bei der Allgemeinen Zeitung ab, schrieb aber in der Folgezeit für die Zeitung, so z. B. die Reihe ’Oeffentliche Charaktere’ (Porträts prominenter Zeitgenossen). 1835 wurde sein Roman ’Wally, die Zweiflerin’ verboten, Gutzkow selbst zu mehreren Wochen Gefängnis verurteilt und seither von der Zensur beobachtet. Die Allgemeine Zeitung stellte daraufhin die schon begonnene Veröffentlichung seiner Beiträge ’Zur Philosophie der Geschichte’ und ’Goethe und der Wendepunktt zweier Jahrhunderte’ ein. Eine ernsthafte Zusammenarbeit kam danach nicht mehr zustande, auch nicht als Gustav Kolb 1837 erwog, Gutzkow zum England-Korrespondenten der Allgemeinen Zeitung zu machen, was Cotta wegen der unveränderten Zensursituation verwarf. 1836 Redakteur der Frankfurter Börsenzeitung, 1837-1842 des Telegraphen für Deutschland. 1846-1849 Dramaturg am Hoftheater Dresden. 1852-1862 Herausgeber der ’Unterhaltungen am häuslichen Herd’. 1855 Mitbegründer der Deutschen Schillerstiftung (1861-1864 Generalsekretär). Führende Persönlichkeit des Jungen Deutschland.

Neue deutsche Biographie 7, 1966, 354-357; Lexikon der Weltliteratur 1, 31988, 596 f.; B. Duczek, Redakteur zwischen den Revolutionen, in: Archiv für Geschichte des Buchwesens 30 (1988), 334-337; Joachim Jendretzki, Karl Gutzkow als Pionier des literarischen Journalismus, 1988; Killy-Literaturlexikon 4, 22009, 538-542; Karl Gutzkow and his contemporaries, 2011.



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