Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Guiot du Ponteil

Stephanie, Gräfin (geb. von Froelich), * 16.2.1830 Augsburg, † 11.12.1886 Augsburg, Stifterin

Von: Edith Findel / Günther Grünsteudel (Stand: 1.9.2009)

  • Tochter des Bankiers Albert von Froelich († 22.4.1875) und seiner Ehefrau Laura, geb. Freiin von Schaezler. Heiratete 1849 Alexander Graf Guiot du Ponteil († 11.3.1879), königlich bayerischer Rittmeister a. D. und Gutsbesitzer in Thürnhofen bei Feuchtwangen (Mittelfranken), wo das kinderlose Paar seinen Wohnsitz nahm. Lernte 1874 während eines ihrer zahlreichen Besuche in Augsburg den Inspektor der Evangelischen Diakonissenanstalt, Friedrich Boeckh, kennen und spendete in der Folge wiederholt Geld für das Krankenhaus; Freundschaft mit der Oberin des Mutterhauses, Pauline Fischer. Errichtete 1876 im Gedenken an ihren Vater die mit 69.000 Mark dotierte 'Albert von Froelichsche Krankenstiftung' und stiftete 1880 das 'Graf du Ponteilsche Freibett' für mittellose Kranke. Nach dem Tod ihres Mannes Rückkehr nach Augsburg. Neben anderen kleineren Stiftungen unterhielt sie evangelische Bethäuser in Pfersee, Oberhausen und Lechhausen. Nahm sich jedes Jahr zu Weihnachten bedürftiger Kinder an. Setzte das Diakonissenhaus zum Haupterben ihres Vermögens ein, wodurch der Erwerb des Froelichschen Gartenguts ermöglicht wurde. Hier entstand 1891-1893 der Neubau der Diakonissenanstalt.
  • Ponteilstraße (1973, Stadtjägerviertel, Amtlicher Stadtplan I 8; zuvor: Blütenstraße); die bis dahin nach Guiot du Ponteil benannte Stephanienstraße wurde in Sieglindenstraße umbenannt.

Anton Werner, Die örtlichen Stiftungen für die Zwecke des Unterrichts und der Wohltätigkeit in der Stadt Augsburg, 1899; Gustav Guisez, Die gute Seele Augsburgs, in: Augsburg-Journal (1986) Nr. 4, 55-58; Augsburger Frauenlexikon, 2006, 68 f.



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