Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Günther

Matthäus, * 7.9.1705 Tritschengreith (Hohenpeißenberg), † 30.9.1788 Haid bei Wessobrunn, Maler

Von: Dr. Gode Krämer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Lehre bei Simon Bernhardt in Murnau. Ab etwa 1723 bis 1728 Geselle bei Cosmas Damian Asam in München. 1731 Niederlassung in Augsburg, Heirat mit der Witwe des Freskanten F. Mack und Meisterrecht. Erwarb 1740 den zahlreiche Ölskizzen enthaltenden Nachlass des eben verstorbenen Johann Evangelist Holzer. 1762 katholischer Direktor der Reichsstädtischen Kunstakademie Durch seine Lehrtätigkeit (Schüler u. a. F. J. Maucher, J. Paur und J. Haller) und eine ununterbrochene Folge von Aufträgen für Fresken in Süddeutschland und Tirol während eines halbes Jahrhunderts neben C. T. Winck einflussreichster und bedeutendster Rokokomaler Deutschlands. Hauptwerke außerhalb Augsburgs: Stiftskirche Welden (1732), Klosterkirche Rottenbuch (1742/43), Klosterkirche Amorbach (1745/1747, Ölskizze, Kunstsammlungen Augsburg, Inv. Nr. 6169), Käppele Würzburg (1752), Neues Schloss in Stuttgart (1757, 1944 zerstört, Ölskizze Kunstsammlungen Augsburg, Inv. Nr. 10 075), Pfarrkirche Oberammergau (1761, Ölskizze, Kunstsammlungen Augsburg, Inv. Nr. 6173), Rott am Inn (1763), Wallfahrtskirche Hergottsruh Friedberg (1749). Werke in Augsburg: Kongregationssaal der Jesuiten (Kleiner Goldener Saal, 1765), St. Antonius (1768); Treppenhaus im ehemals Köpf'schen und später Münch'schen Palais (1769, 1944 zerstört). Kürzlich wurde ein Entwurf für eine Fassadengestaltung in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg entdeckt. Außer den genannten drei weitere Ölbilder und sechs Zeichnungen in den Kunstsammlungen Augsburg.

Hermann Gundersheimer, Matthäus Günther, 1930; Adelheid Simon / Franz X. Schlagberger, Matthäus Günther, 1984; Deutsche Barockgalerie. Katalog der Gemälde, 21984, 98; Meisterzeichnungen des deutschen Barock, 1987, 278; Matthäus Günther, 1988; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994; Doris Hascher, Fassadenmalerei in Augsburg vom 16.-18. Jahrhundert, 1996, 351; Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben 15, 1997, 163-191.



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