Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Greiff

Gerhart von, * Mai 1642 Frankfurt/Main, † 14.10.1699 Leipzig, Silberhändler

Von: Günther Grünsteudel / Jürgen Wagner (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Seit 1657 in Augsburg, Lehre bei Isaak Boxbart. 1671 Heirat mit Sibylla Regina Lotter († 1717). Bereits 1669 (Zapf), möglicherweise auch erst nach 1682 (Mayr) Eintritt in das Silberhandelshaus Martin Riedel & Johann Kramer, seit 1687 alleinige Leitung. 1682 missglückte Firmengründung mit Ferdinand Stenglin, der ohne Grundkapital Handel mit Spanien trieb. 1694 wurde Johann Köpf Gesellschafter (’Gerhart Greiff und Consort’). Finanzielle Unterstützung Kaiser Leopolds I. in den Feldzügen gegen Ludwig XIV. von Frankreich. Nobilitierung 1697. Noch 1699 Erwerb des Augsburger Bürgerrechts. Bei seinem Tod zählte er zu den reichsten Bürgern der Stadt. Das Unternehmen wurde von seinen Söhnen Johann Christoph (* 1679, † 1748) und Gerhart (II, † 1736) und dem Teilhaber Köpf weitergeführt. Greiff errichtete eine Stiftung über 6000 Gulden zur Förderung armer, verwaister oder verwahrloster evangelischer Kinder.
  • Greiffstraße (Pfersee-Nord, Amtlicher Stadtplan H 9).

Georg Wilhelm Zapf, Augsburgische Bibliothek 1, 1795, 270 f.; Anton Werner, Die örtlichen Stiftungen für die Zwecke des Unterrichts und der Wohltätigkeit in der Stadt Augsburg, 1899, 56; Anton Mayr, Die großen Augsburger Vermögen 1618 bis 1717, 1931, 35-41; Wolfgang Zorn, Handels- und Industriegeschichte Bayerisch-Schwabens 1648-1870, 1961; Sylvia Rathke-Köhl, Geschichte des Augsburger Goldschmiedegewerbes vom Ende des 17. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, 1964; H. W. Kuhn, Gerhart Greiff und der Augsburger Silberwarenhandel im späteren 17. Jahrhundert, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 78 (1984), 117-158.



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