Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Gottberatbuch

(Gotbratbuch)

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Das Gottberatbuch verzeichnet in Form eines Anniversars Stiftungen an das Heilig-Geist-Spital, wobei die ausführlichen Einträge zumeist verkürzte Wiedergaben der Stiftungsurkunden bieten. Die Anlage des Gottberatbuchs erfolgte um das erste Drittel des 14. Jahrhunderts, seine Nachträge reichen bis in die 1470er Jahre. Die Erträge von Gottberatstiftungen wurden normalerweise für den Unterhalt der Spitalinsassen verwendet. Vermutlich ist ’berat’ von ’rat’ (= Versorgung) abgeleitet; ein ’gott-berat’ kennzeichnete also die Versorgung der Armen (analog zur Gestalt Christi). Während Jahrtage an den Todestagen der Stifter begangen wurden, erfolgte die Austeilung der Gottberate auch bevorzugt an bestimmten Festtagen, an denen den Spitalinsassen ein besonderes Mahl geboten werden sollte.

Albert Haemmerle, Das Necrologium des Hospitals zum Hl. Geist in Augsburg, 1955; Peter Lengle, Das 'Gottberatbuch' des Hl.-Geist-Spitals in Augsburg, in: Bayerisch-schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg 1975-1977, 1979, 153-162.



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