Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Gollenhofer

Patrizierfamilie

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1283-1420 in Augsburg nachweisbar. Bei den frühen Gollenhofer ist ein enger Bezug zu Maria Stern erkennbar. 1287 fungierte Werner (I, † nach 1300) mit seinen Söhnen Werner (II) und Heinrich als Lehensträger des Klosters; im 14. Jahrhundert stellte die Familie mehrere Nonnen, von denen Margaretha 1350 als Meisterin bezeugt ist. Der jüngere Werner (II, † 1325/28) ist 1316-1325 als Ratsherr belegt. Ab 1329 erscheint im Rat sein Sohn Konrad Gollenhofer († 1346/51), der 1335 als erstes Familienmitglied zum Stadtpfleger gewählt wurde. Bedeutung erlangte noch Otto (II, † 1360/62), wohl ein Brudersohn, der 1357 als Stadtpfleger amtierte. Nach 1368 spielten sie politisch keine Rolle mehr, z. T. auch bedingt durch die personelle Dezimierung der Familie. Lebten 1360 noch sechs erwachsene Männer, so klagten 1379 um den erschlagenen Johann (II) Gollenhofer nur noch sein jugendlicher Sohn Werner (IV, † 1420) und ein Vetter. Mit Werner (IV), bis zu seinem Tod als Ratsherr von ’Herren’ bezeugt, ist die Familie in Augsburg im Mannesstamm erloschen. In der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts ist bei den Gollenhofern nur Streubesitz im Umland fassbar. Grö­ßere Komplexe lassen sich erst in der Hand des Ratsherrn Karl Gollenhofer († 1375/79) nachweisen, der Wolpach sowie (zusammen mit Johann Vögelin) Pliensbach und Igling besaß. Er erscheint auch 1374 unter den Bürgen, als sich Augsburg gegenüber Kaiser Karl IV. zur Zahlung von 36.000 fl verpflichtete.

Eduard Zimmermann, Augsburger Zeichen und Wappen, 1970, 7078; Fritz Peter Geffcken, Soziale Schichtung in Augsburg 1396-1521, 1995, München Diss. 1983, 139, 196, Anh. 18.



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