Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Gögginger Tor

Von: Dr. Josef Mančal (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Im Westen gelegenes Haupt- und Außentor der Stadtbefestigung, benannt nach der Ortschaft Göggingen, über die der Fernverkehr zum Bodensee, in die Schweiz und nach Frankreich abgewickelt wurde. Ein vermutlich im 12. Jahrhundert errichteter Vorläuferbau wurde 1327 umgebaut und 1362 von Meister Hermann bemalt. Erweiterungsbauten 1368/69 und 1388, 1443-1445 Turmerhöhung, 1447 Bemalung durch Hans Mang, 1458 Eindeckung mit glasierten Ziegeln; 1498 erneute Turmbemalung durch Peter Apt. 1581 Turmneubau mit Vortor durch Martin Zwickel aufgrund eines Gutachtens Nürnberger Festungsbauingenieure von 1519. 1605 führte Elias Holl den Neubau der Brücke durch und vermutlich 1622, nach Abbruch des Turms, auch den des Torturms. Noch vor Aufhebung der Festungseigenschaft (1866) im Sommer 1860 aus verkehrsplanerischen Gründen abgebrochen; an seiner Stelle wurde der Königsplatz angelegt.

R. Hoffmann, Die Tore und Befestigungen der Stadt Augsburg, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg 13 (1886), 24; Walter Groos, Berichte zum frühen Augsburg, 1979, 34-40; Hermann Kießling / Ulrich Lohrmann, Türme, Tore, Bastionen, 1987, 48 f.

Gögginger Tor



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