Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Göggingen

(Stadtbezirke 37, 38, 40)

Von: Jürgen Wagner / Redaktion (Stand: 29.11.2011)

  • Archäologische Funde lassen auf eine Besiedelung seit Bronze- (1700 v. Chr.) und Hallstattzeit (730-500 v. Chr.) schließen. Die Ortsgründung wird im 6. Jahrhundert n. Chr. angenommen. 969 erstmals urkundlich erwähnt, ab 980 zur Strassvogtei (Vogtei) gehörig, spätestens seit 1336 endgültig im Besitz des Hochstifts Augsburg. 1372 Brandschatzung durch bayerische Truppen. 1462 verteidigten acht Männer einen Gögginger Turm gegen Truppen Herzog Ludwigs von Bayern, woran das kgl.-bayerische Wappen Göggingens von 1837 erinnert (Turm mit acht Schwertern). 1646 Brandschatzung durch die Schweden. 1713 Neubau der Pfarrkirche St. Georg und Michael. 1748 Gründung der Fayencemanufaktur Göggingen durch Fürstbischof Joseph Ignaz Philipp. Seit 1803 bayerisch, 1804-1862 Sitz eines Landgerichts (Landgerichtsgebäude). 1838 Marktgemeinde. 1869 Eröffnung der ’Hessingschen Orthopädischen Heilanstalt’ (Hessing, Hessing-Stiftung), 1886 des Kurhaustheaters, um 1900 der ’Franz-Schubert-Volksschule’ (seit 1982 Schule für Sprachbehinderte), 1903 des Krankenhauses Göggingen, 1911/12 der evangelischen Dreifaltigkeitskirche. Der Gögginger Eingemeindungswunsch nach Augsburg (1904) zerschlug sich 1910; 1940 hingegen widersetzte sich Göggingen einer Eingemeindung. 1946 Flüchtlingsdurchgangslager. Am 24.5.1969 Stadterhebung. Zum 1.7.1972 Eingemeindung nach Augsburg. Die Stadtbezirke Göggingen-Nordwest, -Nordost und -Süd zählten am 1.1.2006 1078,83 ha und 18.149 Einwohner.
  • Gögginger Straße (1869, Antonsviertel, Göggingen-Nordwest und -Nordost, Amtlicher Stadtplan H, I 9-11).

Otto Schütz, Die neuen Städte und Gemeinden in Bayern, 1967; Heinz Friedrich Deininger, Göggingen, 1969; Joachim Jahn, Augsburg Land, 1984; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994; Geschichtskreis Göggingen, Göggingen, 2010.



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