Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Giulini

Johann Andreas Joseph, getauft 15.10.1723 Augsburg, † 21.8.1772 Augsburg, Domkapellmeister, Komponist

Von: Prof. Dr. Hermann Ullrich (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Sohn eines Augsburger Kaufmanns und Sprachenlehrers, studierte am Jesuitenkolleg St. Salvator und am Priesterseminar Pfaffenhausen (Schwaben). Priesterweihe 1749, anschließend Chorvikar und 1755-1772 Kapellmeister am Augsburger Dom. Schrieb schon als Student die Musik zu Schuldramen für St. Salvator (Periochen z. T. in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg und in der Studienbibliothek Dillingen). Seine Symphonien, geistlichen Arien und vor allem seine liturgische Musik (Messen, Vespern, Litaneien, Psalmen etc.) erweisen Giulinis Vorliebe für einen strengeren, akademischen Kompositionsstil, der spätbarock-kontrapunktische mit frühklassischen Stilelementen verbindet. Sein ’Canticum Zachariae’, ein kontrapunktisches Meisterwerk, wurde 1767-1797 regelmäßig in der Karwoche im Dom aufgeführt. Die nur handschriftlich überkommenen Werke finden sich in einigen Bibliotheken Süddeutschlands, Österreichs und der Schweiz. Genoss auch als Gesangs- und Kompositionslehrer einen hervorragenden Ruf. Zu seinen Schülern zählen Fortunat Cavallo (später Domkapellmeister in Regensburg), Johann Michael Demmler und Johann Chrysostomus Drexel.

Franz Krautwurst / Wolfgang Zorn, Bibliographie des Schrifttums zur Musikgeschichte der Stadt Augsburg, 1989; Martina Schmidmüller, Die Augsburger Domkapellmeister seit dem Tridentinum bis zur Säkularisation, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 23 (1989), 100 f.; Hermann Ullrich, Johann Chrysostomus Drexel, 1991.



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