Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Gignouxhaus

(Vorderer Lech 8)

Von: Dr. Christine Werkstetter (Stand: 20.8.2009)

  • 1764/65 von Leonhard Christian Mayr im Auftrag des zweiten Ehemanns der verwitweten Anna Barbara Gignoux, Georg Christoph Gleich, im Stil des Rokoko erbaut. Von zeitgleich und später entstandenen Fabrikbauten unterscheidet sich das Palais dadurch, dass es innerhalb des alten Befestigungsrings errichtet wurde und Wohnhaus und Manufaktur noch unter einem Dach vereinte. 1805 übernahm ein Enkel Johann Heinrich von Schüles die Manufaktur von Felicitas Barbara Emmerich, geb. Gignoux, die diese nach dem Tod der Mutter weitergeführt hatte. 1815 ging das Gignouxhaus auf Joseph Weiß über. 1822 zog die Gaststätte Blaues Krügle, zuvor Vorderer Lech 4, in das Gignouxhaus um. Der große Saal der Gaststätte diente nach dem Zweiten Weltkrieg als Ausweichspielstätte für das zerstörte Stadttheater; am 10.10.1945 erste Schauspiel-Vorstellung in der späteren ’Komödie’ (bis heute Spielstätte der Städtischen Bühnen).

2000 Jahre Augsburg, 1984, 310 f.; Wilhelm Ruckdeschel, Technische Denkmale in Augsburg, 1984, 93-96; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 466 f.



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