Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Fußgängerzone

Von: Prof. Dr. Hans Frei (Stand: 20.08.2010)

  • Innerstädtische, (periodisch) vom Fahrverkehr befreite Verkehrsräume in offener Atmosphäre. 1971 wurden Annastraße, Philippine-Welser-Straße, Steingasse, Martin-Luther-Platz und Färbergäßchen zu bestimmten Zeiten für den Fahrverkehr gesperrt. Es erfolgte eine Umgestaltung des Bodenbelags und die Ausstattung mit Sitzgelegenheiten und Blumenkästen. Die F. im höchstwertigen Geschäftsgebiet der Stadt verfolgte drei Ziele: Verbesserung von Verkehrssituation und Umweltqualität sowie Förderung des Einzelhandels im Stadtzentrum. Der ökonomische Erfolg und die Wiederbelebung der Innenstadt mit Wohn- und Freizeitfunktionen veranlaßten eine Erweiterung der F. auf Vorderen Lech und Judenberg (1976), auf Bgm.-Fischer-Straße (1979) und Teile der Bahnhofstraße (1978). Durch die Ausweisung von verkehrsberuhigten Bereichen im Lechviertel (Hinterer und Mittlerer Lech, 1983) wurde die Wohn- und Einkaufsfunktion der Altstadt gestärkt. Für den ruhenden Verkehr entstanden in diesem Zusammenhang verschiedene Parkhäuser und Tiefgaragen. Die Erweiterung der F. auf Teile der Maximilianstraße (zwischenzeitlich zwischen Moritzplatz und Rathaus realisiert) löste heftige Diskussionen und Widerstände der Hausbesitzer und Geschäftsinhaber aus.

Monheim, R., Fußgängerbereiche in dt. Städten, 1973, 27-41; Schaffer, F., Pöhlmann, W., Besucherverhalten in F.n, in: Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft München 60 (1975), 37-54; Pfister, F., Schiffler, J., Untersuchungen zur Situation der Maximilianstraße, 1989; Thieme, K., Stadtqualität, 1994, 107-115.



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