Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Freher

Marquard, * 26.7.1565 Augsburg, † 13.5.1614 Heidelberg, Jurist, Philologe, Historiker

Von: Dr. Rolf Schmidt (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Sohn eines gleichnamigen, aus einer Augsburger Gelehrtenfamilie stammenden Juristen. Nach Studium der Rechtswissenschaft in Altdorf, Basel und Bourges (1585 Lizentiat) trat er 1587 (wie sein Vater) in kurpfälzische Dienste. 1596 Professor in Heidelberg, seit 1598 wieder im Hofdienst, geheimer Rat und Vizepräsident des Hofgerichts, auch als Diplomat tätig. Universeller Gelehrter: Jurist, Philologe und Historiker (Quellenveröffentlichungen vor allem zur mittelalterlichen Geschichte). Der erste Band seiner ’Germanicarum rerum scriptores’ (1600) ist den Stadtpflegern und dem Rat der Stadt Augsburg gewidmet und enthält eine Reihe mittelalterlicher Quellen Augsburgs im Erstdruck, so die Annales Augustani bis 1104 und die Chronik von St. Ulrich und Afra 1152-1265, Texte, die ihm vor allem von Markus Welser, teilweise aus den Sammlungen des Matthäus Marschalk von Pappenheim vermittelt wurden.

Neue deutsche Biographie 5, 1961, 391 f.; Dietrich Kornexl, Studien zu Marquard Freher, 1967; Brigitte Schwan, Das juristische Schaffen Marquard Frehers, 1984.

Marquard Freher



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