Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Evangelisch-Lutherisches Dekanat

(Hooverstraße 3)

Von: Redaktion (Stand: 2.9.2009)

  • Nach der Kirchenverfassung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern ist das Gebiet der Landeskirche für die Zwecke der kirchlichen Verwaltung in Kirchenkreise und diese wiederum in Dekanatsbezirke eingeteilt. Jeder Dekanatsbezirk umfasst eine Anzahl von Kirchengemeinden. In Augsburg wurde der erste Dekan nach der Umstrukturierung des protestantischen Kirchenwesens im Gefolge der Mediatisierung am 8.8.1813 eingesetzt. Er war stets gleichzeitig 1. Pfarrer von St. Anna. Der Dekanatsbezirk Augsburg umfasst 35 Kirchengemeinden (davon 18 in Augsburg) mit knapp 100.000 Gemeindemitgliedern in Stadt und Landkreis Augsburg sowie den Landkreisen Aichach-Friedberg und Dillingen (Stand: August 2009). Sie stellen etwa ein Fünftel der Gesamtbevölkerung in diesem Gebiet. Wegen seiner Größe und seiner unterschiedlichen Gemeindestruktur in Stadt und Land wird das Dekanat Augsburg seit 2002 (Neustrukturierung 2006) von einem Kollegium bestehend aus Stadtdekanin Susanne Kasch (Region Mitte; Pfarrerin von St. Anna; Sprecherin des Kollegiums), Dekan Fritz Grassmann (Region Nord/West; Pfarrer der Gemeinde Gersthofen) und Dekan Volker Haug (Region Süd/Ost; Pfarrer der Gemeinde Königsbrunn) geleitet. Die Leitung der Kirche auf Dekanatsebene hat zum einen repräsentative Aufgaben. Daneben sind die Stadtdekanin und die Dekane Dienstvorgesetzte der hauptamtlichen Mitarbeiter in ihren regionalen und funktionalen Aufgabengebieten und begleiten die Arbeit in den Kirchengemeinden, Werken und Diensten des Dekanatsbezirkes. Zusätzlich zu den übergemeindlichen Aufgaben haben die Dekane auch ihren eigenen Gemeindebereich zu betreuen.
  • Der Dekanatsbezirk Augsburg wird vom Dekanekollegium und der Dekanatssynode geleitet, die aus Delegierten der Kirchengemeinden besteht. Sie tagt mindestens einmal pro Jahr und konstituiert sich alle sechs Jahre neu. Das Präsidium der Synode, bestehend aus dem/der Stadtdekan/in und zwei von der Synode gewählten Laien, steht auch dem Dekanatsausschuss vor. Ihm gehören neben den Mitgliedern des Präsidiums die Dekane und bis zu 14 Mitglieder sowie die Landessynodalen mit Wohnsitz im Dekanatsbezirk an. Er koordiniert die kirchliche Arbeit im Dekanatsbezirk und ist die ständige Vertretung der Synode.
  • Die Gesamtkirchengemeinde Augsburg, zu der 32 Kirchengemeinden (ohne Meitingen, Wertingen und Aichach) gehören, wird von der Gesamtkirchenverwaltung (GKV) geleitet. Ihr gehören mindestens je ein Delegierter der Kirchengemeinden sowie elf aus dem Pfarrkapitel gewählte Mitglieder an (derzeit 48 Mitglieder). Den Vorsitz führt der/die Stadtdekan/in. Die GKV entsendet gewählte Mitglieder in fünf ständige Ausschüsse. Die laufenden Arbeiten der GKV erledigt das von einem Geschäftsführer geleitete Kirchengemeindeamt (Hooverstraße 5).



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