Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Durchbruchstraßen

Von: Dr. Josef Mančal (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Die überwiegende Nord-Süd-Ausrichtung Augsburgs, die sich aus der historischen Entwicklung der Stadtgestalt ergab und durch natürliche Geländeformen bedingt war, wurde mit der Stadterweiterung im Verlauf der Industrialisierung im 19. Jahrhundert durchbrochen. Entscheidend waren Industrieansiedlungen im Osten und die Verlegung der Eisenbahntrasse im Westen. Mit dem Bau des Hauptbahnhofs 1846 und der allmählichen Bebauung des Bahnhofsviertels ab 1860 war eine Verbindung mit der zentralen Nord-Süd-Achse, der Maximilianstraße, notwendig geworden. Mit der Hallstraße wurde um 1880 die erste große Durchbruchstraße geschaffen, gefolgt von der Bürgermeister-Fischer-Straße 1903-1905. Mit dem Durchbruch bei St. Margareth (1915) und den kriegsbedingten Durchbruchstraßen Pilgerhausstraße, Leonhardsberg und Karlstraße 1953-1955 wurden neue Ost-West-Achsen angelegt. 1984-1986 Straßendurchbruch im Bereich Zollern- und Hirblinger Straße.

Norbert Lieb, Augsburgs bauliche Entwicklung als Ausdruck städtischen Kulturschicksals seit 1800, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 58 (1951), 63 ff.; Walther Schmidt, Aufbau nach der Zerstörung, in: Augusta 955-1955, 1955, 435-448; Hermann Kießling, Der Durchbruch der Bürgermeister-Fischer-Straße, 1973; Sanierung in Augsburg, 1984, 59.



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