Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Domherrenhäuser

Von: Prof. Dr. Wolfgang Wüst (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Nachdem die Domgeistlichen seit Mitte des 11. Jahrhunderts ihr gemeinsames Leben im Konvent aufzulösen begonnen hatten, lebten Teile dieser geistlichen Gemeinschaft in Domherrenhäusern, die bis zum 19. Jahrhundert im Besitz bürgerlicher und adeliger Domkapitulare blieben. Die Mehrzahl dieser meist freieigenen ’Residenzen’ lag entlang dem Äußeren und Inneren Pfaffengässchen sowie an der Frauentorstraße. Als typisch kann das Anwesen Kustosgässchen 5 gelten, dessen Bausubstanz auf das 16. Jahrhundert zurückgeht: Ehemalige Dekanatswohnung mit polygonalem Erker, Stall- und Remisengebäude und Bauinschrift aus der Zeit Bischof Friedrichs von Zollern. Ein weiteres Beispiel hat sich mit der ehemaligen Domdekanei (16./17. Jahrhundert, Hoher Weg 22/24) erhalten.

O. Leuze, Das Augsburger Domkapitel im Mittelalter, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 35 (1909), 1-114; Detlev Schröder, Stadt Augsburg, 1975, 113 f., 120; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 294 f., 248 f.



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