Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Breyschuh I

(Preyschuh, Prischuch), Patrizierfamilie

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1336-1392 in Augsburg nachweisbar. Eines der wenigen gut dokumentierten Beispiele für den Aufstieg einer Handwerkerfamilie ins Patriziat. Ulrich (I, † 1368?), um 1340 ausdrücklich als Weber bezeugt, hatte eine Schwestertochter des Ulrich Ilsung ’bei St. Moritz’ geheiratet. Der Wohnsitz in einem bevorzugten Viertel lässt Handelsaktivitäten vermuten. Sein Sohn Ulrich (II, † 1392) steuert ab 1358 im Haus seines Onkels, vielleicht Indiz für seine Beteiligung an dessen Handelsgeschäften. Als patrizischer Ratsherr siegelte er 1368 den 1. Zunftbrief, trat danach aber zu den Zünften über. Offensichtlich als Vertreter der Kaufleutezunft amtierte er 1374-1392 mehrfach als Steuermeister, Siegler und Baumeister. Seine Ehe mit Ursula Vögelin blieb kinderlos. Einen Teil des Erbes brachte die Witwe ihrem zweiten Ehemann Peter Langenmantel ’beim Salzstadel’ zu, ein anderer Teil fiel an die blutsverwandten Ilsung ’auf dem Stein’.

Eduard Zimmermann, Augsburger Zeichen und Wappen, 1970, 1871; Fritz Peter Geffcken, Soziale Schichtung in Augsburg 1396-1521, 1995, München Diss. 1983, 178, 183, 190.



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