Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Braun

Placidus, * 23.10.1756 Peiting, † 23.10.1829 Augsburg, Benediktiner, Kirchenhistoriker

Von: Prof. Dr. Wilhelm Liebhart (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Sohn eines Bäckers. Volksschule in Peiting, dann Klosterschule in St. Mang (Füssen). Seit 1768 Chorknabe in St. Ulrich und Afra, gleichzeitig bis 1775 Schüler des Gymnasiums bei St. Salvator. 1776 Profess in St. Ulrich und Afra, dort theologische Ausbildung, Priesterweihe 1779. Seit 1779 provisorischer, seit 1785 wirklicher Bibliothekar: Legte bis 1787 einen neuen Bibliothekskatalog (4 Bände) an. Bei Franz Anton Veith erschienen Kataloge der Inkunabeln (2 Bände, 1788/89) und Handschriften (6 Bände, 1791/96). Seit 1790 auch Archivar. Seit 1796 Großcellerar, letzter Wirtschaftsverwalter der Reichsabtei. Lebte nach der Säkularisation zunächst im Kloster und ab 1806 bei dem Kaufmann Johann Baptist Fumasi von einer staatlichen Pension. In der Folge rege historisch-publizistische Tätigkeit, gilt als Vater der modernen Augsburger Kirchengeschichtsschreibung. Hauptwerke: Geschichte der Bischöfe von Augsburg (4 Bände, 1813/15), Geschichte der Kirche und des Stiftes der Heiligen Ulrich und Afra in Augsburg (1817), Historisch-topographische Beschreibung der Diözese Augsburg (2 Bände, 1823) und die Edition der Urkunden des Klosters St. Ulrich und Afra (Monumenta Boica, 2 Bände, 1815). 1808 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Ungedrucktes handschriftliches Material in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg und im Archiv des Bistums Augsburg.

Allgemeine deutsche Biographie 3, 1876, 272-274; August Lindner, Die Schriftsteller [...] des Benediktinerordens im heutigen Königreich Bayern 2, 1880, 129-131, Nachträge, 1884, 55; Max Bisle, Leben und Wirken des Benediktiners Pater Placidus Braun, 1897; Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben 8, 1961, 349-376.

Placidus Braun



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