Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Brandes

August, * 11.10.1872 Gifhorn, † 5.8.1948 Meersburg, Freskenmaler, Restaurator

Von: Dr. Gode Krämer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Lehre bei einem Dekorationsmaler, Besuch der Kunstgewerbeschule in Hannover. Ab 1892 an der Akademie in München. Danach Lehrer an einer Fachoberschule für Dekorationsmalerei wahrscheinlich in München. Im Auftrag der Stadt und auf Anregung von Friedrich von Thiersch wurden von Brandes ab 1902 Wandmalereien zahlreicher Augsburger Bürgerhäuser und Kirchen rekonstruiert bzw. aufgenommen. So ist dieser berühmte Bereich Augsburger Kunst, dessen Werke heute nahezu völlig vernichtet sind, im Zustand der ersten beiden Jahrzehnte unseres Jahrhunderts festgehalten. 1913 führte Brandes auf Grundlage der 1904 selbst kopierten Fresken von Johann Matthias Kager die Neubemalung des vergrößert aufgebauten Weberhauses aus. 1911 Neubemalung des Perlachturms. Seine meist in Tempera auf Papier gemalten Originale im Besitz der Kunstsammlungen und Museen Augsburg und der Architektursammlung der TH München.

Friedrich von Thiersch, Die Augsburger Fassadenmalerei, in: Süddeutsche Bauzeitung 43-46 (1902); Architektur des 19. Jahrhunderts in Augsburg, 1979, 51; Doris Hascher, Fassadenmalerei in Augsburg vom 16.-18. Jahrhundert, 1996; Allgemeines Künstlerlexikon 13, 1996, 612.

Fassadenmalerei von August Brandes (Obstmarkt)



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