Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Bismarck

Otto (Eduard Leopold), Fürst von, * 1.4.1815 Schönhausen, † 30.7.1898 Friedrichsruh, Reichskanzler 1871-1890

Von: Franz Schreiber / Günther Grünsteudel (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1833 zusammen mit seinem Vater mehrtägiger Besuch bei dem befreundeten Fürsten Fugger-Babenhausen in Augsburg. Am 1.4.1890 verlieh ihm die Stadt anlässlich seines 75. Geburtstags die Ehrenbürgerwürde. Überreichung der Urkunde am 8.2.1891 in Friedrichsruh durch Bürgermeister Ludwig Fischer und Albert Forster, dem Vorstand der Gemeindebevollmächtigten. Am 26.6.1892 machte Bismarck, von München kommend, für etwa eine Stunde in Augsburg Station und wurde im Rathaus feierlich empfangen. In der Folge Benennung der Bismarckstraße (Bahnhofs- und Bischmarckviertel, Amtlicher Stadtplan K 9/10), deren südlichen Abschluss die 1898 über dem Bahnkörper in Richtung München errichtete Bismarckbrücke bildet. Ebenfalls 1898 wurde im Stadtgarten ein nach dem Zweiten Weltkrieg verschlossenes Bismarckdenkmal enthüllt (Kupferbüste von J. W. Menges). 1901/05 wurde von Augsburger Bismarckverehrern bei Steppach nahe Augsburg in Erinnerung an seine Verdienste um die deutsche Einigung der sogenannte Bismarckturm (ursprünglich ’Bismarcksäule’) errichtet und mit der Einweihung 1905 der Stadt Augsburg zur Obhut übergeben.

Augsburger Allgemeine, 31.3.1965; Wolfram Baer, Der Bismarckturm bei Steppach, in: Steppach bei Augsburg, 1978, 83 f.; Astrid Debold-Kritter, Augsburg in frühen Photographien 1860-1914, 1979, 145; Franz Häußler, Augsburg-Album, 1990, 128; Franz R. Miller, Bismarck in Schwaben, in: Ebbes 12 (1990) H. 1, 31-34; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 18; Bismarcktürme und Bismarcksäulen, 1997.



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