Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Bischöfliche Residenz

(Fronhof)

Von: Ulrich Kirstein (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Die sichelförmige Anlage der Bischöfliche Residenz wird dominiert von dem spätmittelalterlichen und 1507/08 erhöhten Pfalzturm. Die ursprünglich uneinheitliche Dachhöhe unterschiedlicher Einzelhäuser, die den Haupt- und Nordflügel bildeten und teilweise auf das 13. Jahthundert zurückgingen, wurde im Barock vereinheitlicht. 1743 Ausgestaltung des Hauptflügels zum Corps de Logis durch Johann Benedikt Ettl. 1751/52 Neubau des Nordflügels mit Repräsentationsräumen wahrscheinlich durch Ignaz Paul. An den Bauherrn, Fürstbischof Joseph Ignaz Philipp, erinnert ein reich gestalteter Wappengiebel über der Hofdurchfahrt, ansonsten zieren die Anlage charakteristische Schaugiebel mit Ziervasen als Abschluss. Im Inneren beherbergt das aufwendig gestaltete, herrschaftliche Treppenhaus Fresken von Johann Georg Bergmüller von 1752, die einzigen in Augsburg erhaltenen Fresken des Akademiedirektors. Die dreidimensionalen Raumelemente stammen vom Hofbildhauer Paul Verhelst. Im Nordflügel schließt das reich verzierte Tafelzimmer an (1989 restauriert). Acht ganzfigurige Herrscherporträts der Habsburger und Wittelsbacher lassen eher an einen Kaisersaal denken. 1789 wurde der von Ignaz Ingerl geplante Portalvorbau vollendet, der an den an gleicher Stelle für den Besuch Papst Pius’ VI. 1782 errichteten Holzbalkon erinnern sollte. Heute ist die Bischöfliche Residenz Sitz der Regierung von Schwaben.

Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 166-174.



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