Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Bayerische Volkspartei

(BVP)

Von: Dr. Gerhard Hetzer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Eine der wichtigsten Parteien in Bayern während der Weimarer Republik, trotz grundsätzlich überkonfessionellen Ansatzes in der Tradition der Patrioten- bzw. der katholischen Zentrumspartei stehend. Im November 1918 von Zentrumspolitikern und Leitern der Katholische Arbeitervereine gegründet, trat sie in Augsburg erstmals am 5.12.1918 öffentlich auf. Präsentierte sich als Ordnungskraft gegen revolutionäre Strömungen, indem sie auf bayerischen Eigenrechten und einer normativen Wirkung der Kirchen beharrte. Organisatorischer Rückhalt im katholischen Vereinswesen; deutlichere Parteistrukturen erst seit 1930, u. a. mit Wehrverbänden (Bayernwacht). Unterstützt von katholischer Presse (Neue Augsburger Zeitung, Augsburger Postzeitung) und Geistlichkeit, war die BVP in Augsburg zeitweilig wählerstärkste Partei. Wichtige Politiker in Augsburg: Franz Reisert, J. Mayer (MdL, 1932 ausgetreten), Johann Adlhoch, F. Wittmann, A. Wild. Stadtratsmandate: 1919: 21; 1924: 14; 1929: 17; April 1933: 11. Am 26./27.6.1933 wurden die Stadträte u. a. Funktionäre kurzzeitig inhaftiert und die Mandatsträger zum Verzicht gezwungen. Am 29.6.1933 löste sich der Kreisverband Augsburg-Stadt auf.



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