Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Augsburger Puppenkiste

(Spitalgasse 15)

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 24.8.2009)

  • Am 26.2.1948 eröffneten Rose und Walter Oehmichen die Augsburger Puppenkiste im ehemaligen Heilig-Geist-Spital mit der Märcheninszenierung ’Der Gestiefelte Kater’. 1973 übertrug Oehmichen die künstlerische Leitung seinem Schwiegersohn Hanns-J. Marschall (* 1927) der sie 1992 an seinen Sohn Klaus Marschall weitergab. Nach Walter Oehmichens Tod († 1977) wurde zunächst Rose Oehmichen († 1985) und danach ihre Tochter Hannelore Marschall-Oehmichen (1931-2003) Eigentümerin der Puppenkiste, seit ihrem Tod sind dies ihre Söhne Klaus und Jürgen Marschall. Der Zuschauerraum fasst 218 Plätze. Neben Märchenproduktionen wurden schon früh literarische Werke (u. a. Saint-Exupérys ’Der kleine Prinz’, Hauptmanns ’Hanneles Himmelfahrt’, Strindbergs ’Traumspiel’, Büchners ’Leonce und Lena’, Dürrenmatts ’Prozess um des Esels Schatten’) für die Marionettenbühne adaptiert. Seit 1950 jährlich neue Kabarett-Inszenierungen. Erste Fernsehsendung am 21.1.1953. Bis 1960 viele Live-Sendungen, danach zahlreiche Serien-Produktionen (’Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer’, ’Kater Mikesch’, ’Urmel aus dem Eis’ u. v. m.), die auch im Ausland weite Verbreitung fanden. Im Herbst 2008 zweiwöchige USA-Tournee (Georgia und South Carolina). Im Oktober und November 2009 dreiwöchige Tournee in Augsburgs japanische Partnerstädte Amagasaki, wo die Puppenkiste bereits 2006 erfolgreich gastiert hatte, und Nagahama. Die Augsburger Puppenkiste ist Mitglied der Union Internationale de la Marionette, des Verbands Deutscher Puppentheater e.V. und des Deutschen Bundes für Puppenspiel.

Hanns J. Marschall, Die Puppenkiste, glänzendes Aushängeschild, in: 2000 Jahre Augsburg, 1984, 348-357; Stars an Fäden, 1985; 50 Jahre Augsburger Puppenkiste, 1997; Jörg Reitbacher-Stuttmann, Erfolg am seidenen Faden, in: Augusto 1997 H. 11, 8-12; Homepage (www.puppenkiste.com).

Puppenkistenmuseum (Foto: Peter Bögl)



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