Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Amman von Werd

(Minister de Werdea), Patrizierfamilie

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1306-1362 in Augsburg nachweisbar. Reinward Amman von Werd († 1313/15) erwarb 1306 Augsburger Bürgerrecht. Seinen Reichtum belegt die ungewöhnlich hohe Steuerkaution von 200 Pfund Pfennigen. Als ’Raeinwardus’ erscheint er 1268 erstmals in den Quellen, 1272-1296 ist er, offensichtlich von den Wittelsbachern eingesetzt, als ’Amman’ von Donauwörth bezeugt. Diese Amtsbezeichnung wurde bei seinen Nachkommen zum Geschlechtsnamen. Wie die Vetter (I) führten auch die Amman von Werd drei Lilien im Wappen, vielleicht Indiz für einen verwandtschaftlichen (kognatischen?) Zusammenhang mit dem in staufischer Zeit amtierenden ’Fridericus minister de Werdea’, dessen Wappen ebenfalls eine Lilie zeigt. Reinwards Söhne hatten 1306 ihren Sitz in Donauwörth offensichtlich beibehalten. Als kurz nach Reinward auch der älteste Sohn Ulrich († 1316/20) starb, intensivierten sich die Beziehungen nach Augsburg erneut. Dessen Witwe Elisabeth, vermutlich eine Augsburger Patriziertochter, heiratete Ulrich Hofmaier und übersiedelte vor 1320 mit ihrem Sohn Johann Amman von Werd († 16.3.1363) nach Augsburg. Dieser ließ sich nach vorübergehender Rückkehr nach Donauwörth hier dauerhaft nieder, gelangte in den 1340er Jahren in den Rat und amtierte 1348 und 1357 als Stadtpfleger. Schon 1327 ist seine erste Frau Teutha Vetter (I) bezeugt; zweite Ehefrau wohl Anna Vögelin. Zuletzt heiratete er Katherina, Tochter des Johann Portner und Witwe des Ritters Albrecht von Villenbach. Da aus keiner der Ehen Nachkommen überliefert sind, ist in Augsburg die Familie mit ihm wohl erloschen.

Maria Zelzer, Geschichte der Stadt Donauwörth 1, 1958, 38, 291, 364, 370, 379; Fritz Peter Geffcken, Soziale Schichtung in Augsburg 1396-1521, 1995, München Diss. 1983, 229-232.



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