Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Burkhard

von Ellerbach, † 9.3.1404 Augsburg, Bischof von Augsburg 1373-1404

Von: Prof. Dr. Georg Kreuzer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Entstammte einem schwäbischen, wohl in Elrach/Erbach (Landkreis Ehingen) beheimateten Ministerialengeschlecht. Seit 1372 Domherr in Augsburg, wurde er am 12.12.1373 auf den Augsburger Bischofsstuhl erhoben. Im großen Schisma zunächst Anhänger Urbans VI., wandte er sich unter dem Einfluss Herzog Leopolds III. von Österreich, der als Inhaber der Markgrafschaft Burgau das Hochstift Augsburg bedrohen konnte, Clemens VII. zu. Nach Leopolds Tod schloss er sich wieder der römischen Oboedienz an. Burkhard, der wohl erst 1387 zum Bischof geweiht wurde, bald darauf jedoch wegen Totschlags der Irregularität verfiel, stand im besten Einvernehmen mit seinem Domkapitel. Im sogenannten Städtekrieg (1388/89) stand er auf der Seite des Herzogs von Bayern. Ab 1391 besserten sich die Beziehungen Burkhards zu Augsburg auf Dauer. Im Dom bestattet.

Friedrich Zoepfl, Das Bistum Augsburg und seine Bischöfe im Mittelalter, 1955, 325-250.



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