Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Buntpapier

Von: Dr. Günter Hägele (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Papier, das erst nach seiner Herstellung in einem eigenen Arbeitsprozess mit Farbe versehen wird, meist einseitig, fast immer mit Mustern. Man unterscheidet Kleisterpapier (Auftrag der Farbe mit Kleister als Bindemittel mittels Pinsel, Bürste oder Schwamm), Kattun- oder Modelpapier (Auftrag mittels Holzmodeln), Schleimgrundpapier (die Farbe schwimmt auf schleimiger Pflanzenbasis im Wasser und wird mit Kämmen zu Mustern verteilt) und Brokatpapier (Trocken-Prägedruck mittels Walzenpressen auf vorgefärbtem Papier). Blütezeit der Augsburger Buntpapierproduktion im 17. und 18. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert führendes Zentrum der Produktion und des Handels in Deutschland, nachdem in Augsburg die für die Buntpapierherstellung erforderlichen Handwerker und Künstler (Stecher, Illuministen, Kattundrucker, Patronisten) in ausreichender Anzahl verfügbar waren. Wichtige Buntpapierer waren Georg Christoph Stoy und Johann Michael Munck.

Albert Haemmerle, Augsburger Buntpapier, in: Vierteljahreshefte zur Kunst und Geschichte Augsburgs 3 (1937/38), 133-179; Ders., Buntpapier, 21977; E. Chorherr, Buntpapiere, in: Im Glanz des schwäbischen Kunsthandwerks 1, 1985, 113-121; Lexikon des gesamten Buchwesens 2, 21989, 29.



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