Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Bleibtreu

Hedwig, * 23.12.1868 Linz, † 25.1.1958 Pötzleinsdorf/Wien, Schauspielerin

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 18.8.2009)

  • Tochter eines Schauspielers. Besuchte 1882-1886 die Schauspielschule des Wiener Konservatoriums. Debüt 1886 in ’Die Karolinger’ (Wildenbruch) am Augsburger Stadttheater (Theater Augsburg), wo sie eine Spielzeit lang blieb. Tochter eines Schauspielerehepaars. 1882-1886 Schauspielschule des Wiener Konservatoriums. Debüt 1886 in ‚Die Karolinger’ (Wildenbruch) am Augsburger Stadttheater, wo sie eine Spielzeit lang blieb. Schon die Augsburger Kritiker prophezeiten ihr eine große Karriere. Nach Engagements u. a. in Brünn, Berlin, Kassel, München und Wien seit 1893 Mitglied des Wiener Burgtheaters; 1898 Hofschauspielerin; Ernennung zur Professorin. Heiratete 1911 in zweiter Ehe den Direktor des Burgtheaters, Max Paulsen. 1924 Ehrenmitglied des Burgtheaters, 1928 Bürgerin der Stadt Wien, 1930 Burgtheaterring, 1943 Ehrenring der Stadt Wien, 1953 Bundesverdienstkreuz, 1954 Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und Ehrenmitgliedschaft der Akademie für Musik und Darstellende Kunst Wien. Ihr Repertoire reichte von der jugendlichen Heldin bis zu den großen tragischen Rollen. Stand noch als 88-Jährige auf der Bühne. Seit 1919 war sie auch beim Film tätig (beinahe 40 Filme). Ihre vielleicht bekanntesten Filmauftritte hatte sie in ‚13 Stühle’ mit Heinz Rühmann (1938) und in ‚Der dritte Mann’ mit Orson Wells (1949; Drehbuch: Graham Greene). Tante der Schauspielerin Monica Bleibtreu.

50 Jahre Stadttheater Augsburg, 1927, 170-172; Gertrud Doublier / Walter Zeleny, Hedwig Bleibtreu, 1948; Kürschners biographisches Theaterhandbuch, 1956, 59 f.; Wilhelm Kosch, Deutsches Theater-Lexikon 3, 1992, 1741; Augsburger Frauenlexikon, 2006, 27.



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