Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Bitschlin

Patrizierfamilie

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1294-1404 in Augsburg nachweisbar. Die Bitschlin besaßen im 14. Jahrhundert erheblichen politischen Einfluss und stellten drei Stadtpfleger. Sie zählten zu den kaufmännisch aktiven Familien, die Ende des 13. Jahrhunderts hervortraten. Stadtpfleger Berchtold Bitschlin († 1324) wird um 1300 als Lieferant und Kreditgeber der Grafen von Tirol genannt. Seinen großen Reichtum bezeugen mehrere Stiftungen, darunter eine Kapelle auf dem Friedhof von St. Ulrich und Afra. 1317 versprach König Ludwig IV. der Gesellschaft Eberhart Bitschlin und Heinrich Kintheit Schadenersatz. Als Weinhändler ist Stadtpfleger Heinrich Bitschlin († 1328) um 1320 fassbar und noch Stadtpfleger Konrad Bitschlin († 1396/97), mit dem die Familie ausstarb, ist 1366 als Kaufmann belegt. Dieser ist auch als Besitzer des Dorfes Binswangen nachweisbar, das 1412 von seinen Erben verkauft wurde.
  • Bitschlinstraße (1908, Rosenau- und Thelottviertel, Amtlicher Stadtplan I 9).

Paul von Stetten, Geschichte der adelichen Geschlechter in der freyen Reichsstadt Augsburg, 1762, 74 f.; Johann Nepomuk von Raiser, Guntia, 1823; Franz Bastian, Oberdeutsche Kaufleute in den älteren Tiroler Raitbüchern 1288-1370, 1931; K. Sieber, Die Anfänge des Augsburger Patriziats bis zum Stolzhirsch-Aufstand, Zulassungsarbeit München 1968, 106.



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