Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Augsburger Küche

Von: Redaktion (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Die Kochbücher der Sabina und der Philippine Welser vermitteln einen Einblick in die Essgewohnheiten der Augsburger Oberschicht des 16. Jahrhunderts, können aber wohl nur bedingt als Quelle für eine ’Augsburger Küche’ angesehen werden. Auch trotz des ’Augsburgischen Kochbuchs’ der Sophie Juliane Weiler (1788), das 1835 von ihrer Tochter Jakobine um einen 2. Band erweitert wurde, kann man wohl kaum von einer eigenständigen Augsburger Küche sprechen; die sogenannten typischen Gerichte wie Kässpätzle, Maultaschen, Schupfnudeln, Strudel entstammen alle der schwäbischen Regionalküche. Auch der gelegentlich für Augsburg reklamierte Datschi ist kein genuines Produkt Augsburg Küche; die angebliche Vorliebe der Augsburger für diesen Blechkuchen brachte der Stadt allerdings den Necknamen Datschiburg ein. Der Datschi (mundartlich ’Tatsch’ oder ’Datsch’ = harter Schlag mit der flachen Hand) bezeichnet einen mit Zwetschgen oder Äpfeln belegten Kuchen aus dünnem Hefeteig.

Sophie Juliane Weiler, Augsburgisches Kochbuch, 1819 (ND 1978); Das Kochbuch der Sabina Welserin, 1980; Das Kochbuch der Philippine Welser, 2 Bde., 1983.



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