Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Bezirk Schwaben

(Hafnerberg 10)

Von: Prof. Dr. Hans Frei (Stand: 24.8.2009)

  • Kommunale Gebietskörperschaft für das Gebiet des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben. Nur in Bayern gibt es diese dritte Ebene der kommunalen Selbstverwaltung mit demokratisch gewählten Vertretungsorganen. Die Bezirksordnung von 1953, die Organisation und Aufgaben der Bezirke festlegt, übertrug ihnen die Schaffung der für das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Wohl ihrer Bürger erforderlichen Einrichtungen und verpflichtete sie vor allem, die notwendigen Leistungen auf den Gebieten Sozialhilfe, Jugendhilfe, Kriegsopferfürsorge, Gesundheitswesen, Sonderschulwesen, Wasserbau, Fischereiberatung und Kultur- und Heimatpflege zu erbringen. Außerdem haben die Bezirke nach dem Gesetz stationäre Einrichtungen für Psychiatrie und Neurologie, für Sehbehinderte, Hörbehinderte und Sprachbehinderte zu errichten und zu betreiben. Alle vier Jahre wählen die Bürger gleichzeitig mit den Abgeordneten des Landtags ihre Vertreter in den aus 29 Mitgliedern bestehenden Bezirkstag. Aus dessen Mitte werden der Bezirkstagspräsident und sein Stellvertreter gewählt. Der Bezirkstagspräsident führt den Vorsitz in den Gremien, leitet die Bezirksverwaltung und vertritt den Bezirk nach außen. Der BezirkSchwaben unterhält in Augsburg neben seiner Haupt- und Sozialhilfeverwaltung (Hafnerberg 10) das Bezirkskrankenhaus für psychisch Kranke sowie die Schwerhörigenschule (Lechrainstraße 34) und ist finanziell beteiligt am Zweckverband Kurhaustheater Göggingen und am Naturmuseum Augsburg. Wichtige Einrichtungen seiner Kulturarbeit sind das Schwäbische Bildungszentrum Irsee sowie die Schwerpunktmuseen in Illerbeuren (Landkreis Unterallgäu), Maihingen (Landkreis Donau-Ries) und Oberschönenfeld (Landkreis Augsburg). An weiteren überörtlichen Museen und staatlichen Zweigmuseen ist der Bezirk Schwaben maßgeblich beteiligt (Schulmuseum Ichenhausen, Bienenmuseum Illertissen, Schlossmuseum Höchstädt, Völkerkundemuseum Oettingen, Rieskrater-Museum Nördlingen, Käthe-Kruse-Puppenmuseum Donauwörth, Museen der Stadt Mindelheim). Er ist Träger des Bukowina-Instituts. Eine wesentliche kulturelle Aufgabe ist die schwäbische Heimatpflege (Bezirksheimatpfleger).

Die Bezirke in Bayern, 1972; Georg Simnacher, Der Bezirk Schwaben, Partner der Gemeinde, in: Ebbes 5 (1984) H. 5, 2-4; Bernhard Hagel, Vom Landrath des Oberdonaukreises zum Bezirkstag Schwaben , 1988; Hans Frei, Museen in Schwaben, 1992; Stefan Heinze, Die Region Bayerisch-Schwaben, 1995; Dietrich Bessler, Der Bezirk, Partner seiner Bürger, in: Bayerisch-Schwaben, 21996, 265-275; Homepage (www.bezirk-schwaben.de).



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