Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Bergmüller

Johann Georg, * 15.4.1688 Türkheim/Schwaben, † 30.3.1762 Augsburg, Maler, Kupferstecher, Kunsttheoretiker

Von: Dr. Gode Krämer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1702-1708 auf Kosten von Herzog Maximilian Philipp von Bayern Lehre bei Andreas Wolff in München. 1708/09 am Düsseldorfer Hof tätig. 1711 vom Herzog geförderte Studienreise in die Niederlande. 1712 Ansiedlung in Augsburg, im Januar 1713 Heirat und Bürgerrecht. 1730 katholischer Direktor der Reichsstädtischen Kunstakademie. Wohl ab 1740 auch Hofmaler des Augsburger Fürstbischofs. Als Lehrer von weitreichender Bedeutung. Seine bekanntesten Schüler waren Johann Georg Wolcker, Gottfried Bernhard Göz und Johann Evangelist Holzer. 1723 und 1752 erschienen zwei kunsttheoretische Schriften ’Anthropometria’ und ’Geometrischer Maßstab’. Fresken seiner Hand in Süddeutschland, Oberösterreich und Tirol: Eichstätt, Klosterkirche (1721), Ochsenhausen, Klosterkirche (1727-1729, 1743), Banz, Bibliothekssaal des Klosters (1730), Dießen, Stiftskirche (1736, modello hierzu in den Kunstsammlungen Augsburg, Inv. Nr. 6225), Steingaden, Stiftskirche (ab 1742), Schloss Haimhausen, Festsaal und Kapelle (1750). Wichtige Werke in Augsburg: Freskenzyklus in der Barfüßerkirche (1723; 1944 zerstört), Deckenfresken in St. Magdalena (1724 nach verlorenen Entwürfen Bergmüllers von seinem Gehilfen Alois Mack ausgeführt), St. Katharina (1728; 1835 zerstört, durch eine Graphikfolge dokumentiert), katholisch Heilig Kreuz (1732; 1944 zerstört; Ölskizzen der Seitenschiff-Fresken in den Kunstsammlungen Augsburg, Inv. Nr. 6134, 3788), St. Anna (1747/48) sowie Fresken im Treppenhaus der Bischöflichen Residenz (1752). Fünf Ölbilder und ca. 20 Zeichnungen in den Kunstsammlungen Augsburg.

Hans Heinrich Diedrich, Die Fresken des Johann Georg Bergmüller, Diss. Mainz 1958/59; Angela Boecker, Die Ölbilder, Zeichnungen und Druckgraphik des Augsburger Akademiedirektors Johann Georg Bergmüller, Diss. Innsbruck 1966; Deutsche Barockgalerie. Katalog der Gemälde, 21984, 36; Meisterzeichnungen des deutschen Barock, 1987, 214-219; Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben 13, 1986, 174-198; Johann Georg Bergmüller, 1988; Materialien zur Bergmüller-Forschung, 1988/91; Karl Kosel, Johann Georg Bergmüller, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 22 (1988), 198-276; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994; Allgemeines Künstlerlexikon 9, 1994, 416-418.

Johann Georg Bergmüller



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